Augenerkrankungen

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Grauer Star (Katarakt)

Innerhalb von wenigen Tagen wird die Augenlinse ein- oder beidseitig milchig weiß. Bis auf "hell" oder "dunkel" kann der Degu auf dem betroffenen Auge nichts mehr erkennen.

Ursache: Bei Degus ist die Diabetes-Erkrankung häufig die Ursache für die Entstehung des Katarakts (Erläuterung s.u.). Ebenso kann die Linsentrübung aber auch angeboren sein oder im Alter durch eine schlechte Nährstoffversorgung der Linse auftreten. Auch verschiedene mechanische Einwirkungen oder Medikamente kommen als Ursache in Betracht.

Therapie: Bislang gibt es keine geeignete Therapie bei Auftreten eines Katarakts. Die Linsentrübung ist aber nicht schmerzhaft und die Tiere stellen sich nach einer kurzen Zeit gut auf den Sehverlust ein.


Entstehung der Linsentrübung bei einer Diabetes-Erkrankung:

Durch den extrem hohen Glukosegehalt im Blut ist auch der Zuckergehalt im Kammerwasser des Auges erhöht. Durch das Enzym Aldose-Reduktase in der Linse, welches Glukose zu Sorbital umwandelt, steigt somit auch die Sorbitolkonzentration. Sorbitol wird in den Zellen der Linsenkapsel angesammelt und zieht infolge von Osmose (= Diffusion einer Flüssigkeit durch eine semipermeable Membran - hier die Zellmembran - bis zum Konzentrationsausgleich gelöster Teilchen) Wasser in die Zellen. Diese weiten sich dadurch aus bis der Druck zu groß ist und platzen. Es bildet sich praktisch ein weißer Schleier aus zerstörten Zellen in der Linse, wodurch der Degu erblindet und nur noch „hell" und „dunkel" wahrnehmen kann (erkennbar am meist noch vorhandenen Pupillarreflex, d.h. lichtbedingtes Weit- und Engstellen der Pupille).

Grüner Star (Glaukom)






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Hornhautentzündung (Keratitis)

Das Auge des Degus tränt und wird häufig geschlossen gehalten. Eine milchig weiße Trübung ist über den gesamten sichtbaren Teil des Auges zu erkennen. Die Entzündung ist für das Tier unangenehm und verursacht Schmerzen.

Ursache: Es handelt sich dabei um eine Entzündung der Hornhaut des Auges, ausgelöst durch mechanische (z.B. Fremdkörper), physikalische (z.B. UV-Strahlung), chemische oder biologische (Bakterien, Pilze, Viren etc.) Reize.

Therapie: Nach eingehender Untersuchung des Auges wird der Tierarzt eine geeignete Salbe oder Augentropfen verschreiben.








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