Farbvarianten
Aus DeguWiki
Fellfarben
Einen Degu vom Äußeren her zu beschreiben ist schwer ohne irgendwelche Vergleiche mit anderen Tieren anzustellen. Es kommt sehr darauf an, als was man einen Degu selber sieht. Viele Leute beschreiben Degus als große Gerbils, andere eher wie Eichhörnchen, Wüstenrennmäuse oder Chinchillas. Für mich sieht ein Degu aus wie ein kleiner Chinchilla, mit weniger Fell und brauner Fellfarbe.
Die Wildfarbe des Degu ist rotbraun, auch Agouti genannt. Die einzelnen Fellhaare sind an der Basis schwarz gefärbt und wechseln mit zunehmender Länge zu rotbraun. Dadurch erscheint das Fell schwarz-rot-braun gemustert.
Seit 1998 existiert auch ein blauer Degutyp. Bei dieser, durch Mutation des (angeblich) roten Farbgens erstmals in Deutschland aufgetretenen, Fellfarbvariante erscheinen die Haare durchgehend mittelgrau; an einigen Stellen hellbraun-rötlich. Vererbt wird sie rezessiv, weshalb es bislang noch nicht allzu viele blaue Degus gibt.
Inzwischen sind auch gecheckte (agouti-weiß), sowie sandfarbene Degus aufgetreten. Es ist bestimmt nur eine Frage der Zeit, bis es Degus auch in schwarzer oder ganz weißer Fellfarbe geben wird. Grundsätzlich ist gegen diese Fellfarbvarianten nichts einzuwenden, wenn sich zusätzlich zur Farbmutation keine weiteren gesundheitlich bedenklichen Genmutationen eingeschlichen haben. Darüber liegen bislang keine Informationen vor.
Körperbau
Bezüglich des Körperbaus kann man zwei verschiedene Typen unterscheiden.
Der seltenere kleinere Degu -Typ besitzt einen kurzen abgerundeten Schädel und wirkt insgesamt etwas gedrungen. Der zweite Degu -Typ, welcher auch der häufigere gehaltene Typ in Deutschland ist, erscheint deutlich größer und trägt einen langgestreckten Schädel. Augenringe, Bauchunterseite und Ohren sind von deutlich hellerer Farbe, als beim ersten Typ. Auch die Größe der Ohren variiert bei beiden Typen von etwa 1,4-2,6 cm. Die meisten Degus in der Heimtierhaltung sind aber eine Mischung aus beiden Typen, da es keine kontrollierte Zucht der unterschiedlichen Typen gibt.
Die vordere Schicht der Schneidezähne der Degus ist von hellorangener Farbe, welche durch eine enzymatische Reaktion mit Stoffen aus den Futterpflanzen entsteht und sich schließlich in dieser Schicht der Zähne festsetzt. Weiße Schneidezähne weisen auf einen erheblichen Mineralstoffmangel hin.
Die Backenzähne des Degus erscheinen in einer Form, die der Zahl "8" sehr ähnlich sieht. Der wissenschaftliche Name "Octodon degus" (Octodon = "Acht-zähner") hat daher seinen Ursprung. Der Schwanz eines Degus ist dem einer Ratte ähnlich. Er ist jedoch komplett behaart und zeigt an der Spitze eine schwarze Haarquaste. Leider löst sich die Haut bei Zug dort sehr schnell ab, was in der Wildbahn den Vorteil der Flucht vor Räubern hat, in Käfighaltung jedoch oft zu verkürzten Schwänzen nach einer Verletzung führt.
Überblick über den Körperbau eines Degus per Röntgenaufnahme
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