Hauterkrankungen
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Partielle Haarlosigkeit
Symptome: Kahle Stellen an der Bauchregion, den Pfoten oder dem Rücken. Betroffene Hautbezirke erscheinen manchmal gerötet, schuppig oder von einem roten Ring umrandet. Je nach Ursache tritt an betroffender Stelle auch ein Juckreiz auf.
Ursache: Die Ursachen für partielle Haarlosigkeit können sehr unterschiedlicher Natur sein:
- Ältere Tiere bekommen häufig in der Bauchregion schütteres Fell.
- Durch übermäßiges Beknabbern und Kraulen eines Artgenossen entstehen Fellschäden am Rücken eines Degus.
- Durch starkes Gitternagen oder Nagen an einem bewegten Laufrad entstehen ringförmige haarlose Stellen um die Nase eines Degus.
- Durch länger andauernde Feuchtigkeit in einem Fellbereich (z.B. tränende Augen) fallen dort die Fellhaare aus.
- Nährstoffmangel, Vitaminmangel, psychische Belastung (z.B. durch Einsamkeit, häufigen Käfigwechsel, schlechte Haltungsbedingungen)
- Pilzinfektion
Therapie: Häufig findet man die wirkliche Diagnose nur durch Abstellen jeglicher möglichen Ursache heraus: Optimale Haltungsbedingungen einrichten, vielfältiges frisches Futter anbieten, verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten in den Käfig bauen. Bei Ausbreitung der haarlosen Stelle unbedingt einen Tierarzt aufsuchen. Er wird je nach Verdachtsdiagnose eine Pilzkultur anlegen und/oder eine mikroskopische Untersuchung eines Hautgeschabsels durchführen.
Achtung: Viele Hautpilze sind auch auf den Menschen übertragbar!
Haut- und Fellparasiten
Symptome: Starker Juckreiz, Kratzwunden, struppiges Haarkleid und/oder Schuppenbildung. Manchmal kann der Juckreiz auch nur ein Ohr betreffen. Lokal können lokal schwarze Hautabsonderungen zu beobachten sein.
Ursache: Folgende Haut- und Fellparasiten sind beim Degu bisher aufgetreten:
- rote Vogelmilbe (übertragen durch Vögel bei gemeinsamer Haltung)
- Haarlinge (übertragen durch andere Nagetiere wie z.B. Meerschweinchen)
- Ohrmilben
Therapie: Nur der Tierarzt kann die verschiedenen Parasiten unterscheiden und ein geeignetes Antiparasitikum spritzen oder auftragen. Wichtig ist bei der Behandlung stets eine Mitbehandlung der Umgebung (Käfig) des Tieres.
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