Verhalten

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Verhalten und Vergesellschaftung

Ein typischer Degu-Kuschelhaufen
Ein typischer Degu-Kuschelhaufen

Das Verhalten von Degus ist wirklich faszinierend. Manchmal hat man den Eindruck, daß sie niemals wirklich schlafen, da sie stets wachsam und aufgeweckt erscheinen.

Degus sind tagaktive Tiere. Wenn das Licht nachts erlischt und Ruhe im Raum herrscht, schlafen sie in der Regel rasch ein. Ihr Schlaf besteht aus unterschiedlich vielen, etwa 20 min dauernden Zyklen, zwischen denen sie kurz wach werden. Solche Schlafzyklen gibt es auch beim Menschen, dauern aber bei diesem deutlich länger. Degus lieben es herumzurennen, zu klettern und sich in dunkle, warme Nester zu kuscheln. Da sie natürlicherweise immer in Rudeln leben, sollte man sie nicht alleine halten. Zwei Männchen zusammen zu halten ist allerdings nur dann anzuraten, wenn sie entweder von Geburt an aneinander gewöhnt wurden (und schon die Geschlechtsreife erlangt haben!) oder man sie in einem Käfig ohne Weibchen hält. Ansonsten provoziert man oft blutige Kämpfe, die mitunter durch massiven Stress oder Verletzungen zum Tod eines der Tiere führen können. Selbst kastrierte Degu-Männchen (-> Kastration) zeigen noch dieses Verhalten.

Über die Vergesellschaftung von Degus gibt es die unterschiedlichsten Ansichten. Ich persönlich glaube (aus eigener Erfahrung), daß Degus, die sich von Anfang an nicht leiden können, häufig auch durch Tricks (anfangs verschiedene Käfige, Streu austauschen, Duft auf´s Fell etc.) nicht dazu zu bewegen sind, sich irgendwann zu akzeptieren. Ein Versuch kann aber mit der Käfigwechselmethode versucht werden. Weibchen ohne Männchenkontakt arrangieren sich in der Regel innerhalb weniger Tage, indem sie eine Rangordnung aushandeln. Allerdings habe ich auch in diesem Fall schon von Ausnahmen gehört, insbesondere dann wenn sich zwei Gruppen weiblicher Degus aneinander gewöhnen sollen. Degus sind sehr aufgeweckte und äußerst neugierige Tiere. Ständig erforschen sie ihre Umgebung und sind beim Öffnen der Käfigtür schnell mal eben so rausgehüpft. Dann wird es unter Umständen schwer, diese schnellen Tierchen wieder einzufangen, ohne daß sie erst einmal ihre Zähne an allem, was ihnen beknabbernswert erscheint (und das ist so gut wie alles!) ausprobiert haben. Durch ihren extremen Nagetrieb ist es leider problematisch, sie frei im Zimmer herumlaufen zu lassen, ohne daß sie sämtliche elektrische Kabel und Möbelstücke annagen.


Video:"Zwei Degu-Weibchen begegnen sich das allererste Mal"

Dieses geniale Kurz-Video hat Verena bei der Vergesellschaftung ihres älteren Degu-Weibchens Urmel mit einem drei Monate altem blauen Degu-Weibchen aufgenommen. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle!

Man kann sehr gut beobachten, dass das Kennenlernen der zwei Degus zunächst fast ausschließlich durch Geruchs-Kontrolle geschieht.

-> Video ansehen (1,72 MB): Video


Wie gut stehen die Chancen, dass neue Tiere sich mit einer bereits bestehenden Degu-Gruppe vergesellschaften lassen?

Die Antwort auf diese Frage ist nicht leicht, da sich keine Vorraussage mit 100%iger Sicherheit machen läßt. Wie sich fremde Degus untereinander beim ersten Treffen verhalten, ist grundsätzlich davon abhängig, welchen Rang sie in der vorherigen Gruppe innehatten, welches Alter sie besitzen, aus welchen Tieren die alte Gruppe bestand und letztendlich ob die neuen und die alten Tiere sich riechen können oder nicht.

Deshalb gibt die folgende Tabelle ausschließlich meine eigenen Erfahrungen wieder und darf nicht als "das Kochrezept" betrachtet werden:


























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