Verletzungen
Aus DeguWiki
Biß- und Kratzverletzungen
Ursache: Verletzungen entstehen bei Degus in der Regel durch Rangkämpfe, Futterneid, Vergesellschaftung fremder Tiere, sowie ungeeignetes Käfiginventar. Normalerweise kann sich das Immunsystem eine Degus bei kleineren Kratzern gut gegen eingestreute Bakterien wehren. Aber Vorsicht bei Bißverletzungen: Sie sind äußerlich kaum zu erkennen, dafür sind schädliche Bakterien meist schon durch den Biss tief ins Fleisch gelangt und können sich dort ungestört vermehren. Die Folge davon ist meist ein Abszeß, der nach einigen Tagen aufbricht und Eiter abfliessen läßt.
Therapie: Kleinere Wunden verheilen in der Regel von selbst in wenigen Tagen. Größere Verletzungen sollten vom Tierarzt freigeschoren, gereinigt und mit einer antibiotischen Salbe o.ä. versorgt werden. Bißverletzungen immer gut beobachten! Ein Abszeß muß in jedem Falle vom Tierarzt behandelt werden, evtl. muß dann sogar ein Antibiotikum zusätzlich gegeben werden.
Patient: Degu nach Kampf mit Artgenossen
Diese Verletzung entstand primär durch Bisse bei einem Kampf mit einem Artgenossen.
Im Anschluß daran löste sich ein ganzes Hautstück ab, als der Degu sich durch eine enge Öffnung quetschen wollte. Die Fotos entstanden alle im Abstand weniger Tage und zeigen was für eine hervorragende Wundheilung Degus besitzen.
Verletzungen an den Gliedmaßen
Der Degu humpelt mit einer Gliedmaße und hat sichtbar Schmerzen bei Bewegungen.
Ursache: Degus, die humpeln haben sich meist Verletzungen an den Gliedmaßen durch einen Sturz oder Hängenbleiben zugezogen. Verstauchungen, Zerrungen oder Knochenbrüche können dadurch entstehen.
Therapie: Eine genaue Diagnose ist nur per Röntgenaufnahme und manueller Untersuchung durch einen Tierarzt möglich. Dieser kann dann weitere Therapiemaßnahmen einleiten und ein Schmerzmittel verschreiben.
Teilweiser Schwanzhautabriß
Nach einem Unfall ist nur noch der knorpelige blutige Rest des Schwanzstückes zu sehen. [[Bild:|framed|Abgerissener Stumpf kurz nach der Verletzung]]
Ursache: Eine Besonderheit stellen Verletzungen am Schwanz des Degus dar. Dort ist die Haut so dünn, dass schon ein leichter Zug die Haut und das Gewebe vom knorpeligem Teil abtrennt. In freier Natur hat der Degu dadurch einen Vorteil auf der Flucht vor Feinden, die ihn nur am Schwanz erwischt haben.
Therapie: Abgerissene Schwänze verheilen in der Regel ganz von selbst nach einigen Tagen. Der vertrocknete Knorpel fasert aus und fällt nach einiger Zeit ab. Trotzdem sollten solche Verletzungen gut beobachtet werden. Es gab schon Fälle, wo sich am Stumpf eine chronische Entzündung festsetzte, die auf Dauer eine starke Belastung für den Organismus des Degus darstellen würde. Ebenso kann diese Art Verletzung Probleme bereiten, wenn der Abriß zu nah an der Schwanzwurzel erfolgt ist. Dann sollte der verletzte Degu in jedem Falle einem Tierarzt vorgestellt werden. Leider kann das abgerissene Schwanzstück aber auch vom besten Tierarzt nicht wieder angenäht werden.
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